Mittwoch, 28. Februar 2018

Rezension: Die uralte Metropole: Lycidas - Christoph Marzi



 

Autor:Christoph Marzi

Titel:Die Uralte Metropole - Lycidas

Verlag: HEYNE

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Inhalt

Emily Laing ist ein zwölf Jahre altes Mädchen, das ihr Leben im dunklen Waisenhaus des Mr. Dombey fristet. Als sie eines Tages von einer Ratte angesprochen wird, ändert sich ihre Welt für immer. Gemeinsam mit dem mürrischen Alchemisten Wittgenstein macht sie sich auf, die Geheimnisse der uralten Uralten Metropole unter London zu erkunden und ein kleines verschwundenes Mädchen zu retten.



Bewertung

Hallo meine Lieben,
heute will ich euch erzählen, warum ich mich nicht von der Uralten Metropole trennen kann. Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich dieses Buch zum ersten Mal gelesen habe. Als ich es fand, stand es halb vergessen in einem Bücherschrank. Seitdem habe ich es wohl schon vier- oder fünfmal gelesen und liebe es immer noch. Besonders für den Winter eignet es sich, denn die Geschehnisse ereignen sich um Weihnachten herum. Zu diser Jahreszeit lese ich es sehr gern, weil man das Gefühl bekommt wundersame Kreaturen könnten hinter jeder Ecke warten. Dieses Buch beherbergt viele von ihnen: Elfen, Tunnelstreicher, Restefresser, Engel, Götter, Golems, Aphroditen und sprechende Ratten. 
Den Inhalt genauer zusammen zu fassen gestaltet sich als sehr schwierig, da sich der Roman in drei Teile gliedert, die alle komplex und sehr verschieden sind. Auf jeden Fall begleiten wir Emily, die versucht, die kleine verschwundene Mara wieder zu finden. Was sich zuerst nach einem Kinderbuch anhört, würde ich nicht in diese Kategorie einordnen, schon allein wegen des Satzbaus, den ein Kind noch gar nicht verarbeiten könnte. Außerdem wird nichts beschönigt, alles was schrecklich ist, wird auch so gezeigt. Die kleine Emily ist mit ihren zwölf Jahren vielleicht erwachsener, als manche Leute es jemals sein werden. 
An der Geschichte liebe ich, wie Christoph Marzi so viele Bezüge zur Literatur, Geschichte und Mythologie herstellt und diese sinnvoll miteinander verknüpft. Wer hätte wohl gedacht, dass der berühmte "Jack the Ripper" kein Mensch war und der gefallene Engel Lucifer einen hohen Preis für sein langes Leben zahlen musste? Bei jedem Lesen entdecke ich neue Details. 
Auch die Einleitungen der großen Hauptteile sind sehr gelungen. Es stimmt was Wittgenstein sagt: "Die Welt ist gierig..." Er ist meine eigentliche Lieblingsfigur im Buch: Emilys Mentor, der Alchemist Mortimer Wittgenstein. Sein spezieller aber genialer Humor prägte schon ikonische Sätze, wie: "Fragen Sie nicht!" oder "Dieses Kind!". 


Ich empfehle dieses Buch allen, die etwas Besonderes suchen und sich auf ein Abenteuer einlassen wollen, in dem nicht alles schwarz oder weiß ist. Und

Fazit

Dienstag, 18. August 2015

Rezension: Kirschroter Sommer - Carina Bartsch



 

Kirschroter Sommer - Carina Bartsch

Autor:Carina Bartsch

Titel:Kirschroter Sommer

Verlag: Rowohlt Verlag, rororo

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Inhalt

Elyas Schwarz war Emelys erste Liebe. Sieben Jahre später begegnet sie im wieder. Em weiß, sie beide sind wie Tag und Nacht, aber warum lässt Elyas dann seinen Charme spielen, was will er von ihr? Da passt Emelys E-Mail Bekanntschaft Luca doch viel besser zu ihr, oder?



Bewertung

Hallo ihr Lieben, 

nachdem ich schon so viel Gutes über dieses Buch gehört hatte, musste ich es einfach lesen. Und ich bin froh, dass ich es getan habe.  

Zu Anfang habe ich gedacht, dass es die selbe Geschichte wie immer ist: junge Frau steht auf gut aussehenden Typen, sie können einfach nicht zusammen passen, aber bekommen trotzdem ihr glückliches Ende.
In diesem Roman gibt es aber so viele kleine Details, die ihn für mich zu etwas Besonderem machen.  
Zum einen sind die Charaktere keine Teenager mehr, Emely zum Beispiel ist 23 Jahre alt. Das gefällt mir persönlich sehr gut, denn der Altersunterschied zwischen mir und der Protagonistin ist nicht allzu groß und es ist einfach angenehm eine etwas erwachsenere Perspektive zu haben. Es liegt einfach näher an meiner Denkweise als das Verhalten von 15, 16-Jährigen, die sonst die Hauptfiguren in solchen Romanen sind. 

Dem entsprechend ist Emely auch nicht naiv, sondern weiß, dass sie sich nicht von Elyas um den Finger wickeln lassen darf. 
Elyas sieht gut aus und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Emely auf wenig subtile Art und Weise anzubaggern. Emely ist davon einfach nur genervt, weil sie sieht, wie viel Spaß ihm das bereitet und dabei eintstehen zwischen den Beiden Konversationen, die ich einfach nur geliebt habe. Voller Ironie, Sarkasmus und vor allem Humor.
Und so sehr sich Emely auch gegen Elyas Avancen wehrt, sie muss zugeben, dass er gar nicht so übel ist und sich die beiden eigentlich gut verstehen. 


Die Beziehung zwischen den beiden wirkt einfach so natürlich, dass ich das Gefühl hatte, Teil der Geschichte zu sein. Sie reicht auch völlig aus, um mich zu fesseln. Das muss sie auch, denn ein wirkliches Drama gibt es in dem Roman nicht. 

Interessanter Weise hat Emely aber noch eine "Beziehung" zu einem anderen Mann. Zu Luca, der sie schon oft auf dem Campus gesehen hat, aber ihr lieber Mails schreibt, als sie direkt an zu sprechen, da er schüchtern ist. Sie fühlt sich von ihm verstanden und mit ihm verbunden, doch als er sich mit ihr treffen möchte, wird sie nervös. 

Ich kann leider nicht wirklich auf die Handlung eingehen, weil sie hauptsächlich aus alltäglichen Situationen besteht und wenn ich hier etwas verraten würde, hätte ich das komplette Lesegefühl zerstört.


Fazit

Ein Roman, der sich einfach nur unglaublich ehrlich und real anfühlt. Die zwei Protagonisten sind einfach perfekt.
Also fangt einfach an zu lesen und findet heraus, ob euch dieser Roman auch sprachlos zurück lässt.

Samstag, 23. Mai 2015

Rezension: Kein Ort ohne dich - Nicholas Sparks



 

 

Kein Ort ohne dich-Nicholas Sparks

Autor:Nicholas Sparks

Titel:Kein Ort ohne dich

Originaltitel:The Longest Ride

Verlag: HEYNE

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Inhalt

Nach einem Autounfall im Wrack eingeschlossen, ist dem 91 Jahre alten Ira deutlich bewusst, dass er schwere Verletzungen erlitten
hat und ihm vielleicht nicht mehr viel Zeit bleibt. Seine bereits verstorbene Ehefrau Ruth, die plötzlich neben ihm im Auto sitzt, hilft ihm,  sich an ihre gemeinsame Vergangenheit zu erinnern.

Die Kunststudentin Sophia und der Bullenreiter Luke kommen sich nach einem zufälligen Treffen immer näher, doch nicht nur die Privatleben der beiden sind schwierig, auch Lukes Beruf wird nach einiger Zeit zu einer Belastung.

Bewertung

Hallo meine Lieben,
nach einigen Einstellungen an meinem Blog denke ich nun, dass ich bereit bin für meine erste Rezension. Also, viel Spaß damit. ;-)

Nachdem mir eine Freundin dieses Buch zum Geburtstag geschenkt hatte, konnte ich es kaum erwarten, es zu lesen. Und ich muss sagen: Ich wurde nicht enttäuscht!
Die Handlung wird aus den Perspektiven von Ira, Sophia und Luke erzählt, woraus sich eine Zweiteilung ergibt.

Auf der einen Seite taucht man in die Geschichte von Ira und Ruth ein und beim Lesen dieser Kapitel durchströmte mich die ganze Zeit ein warmes Gefühl. Es ist einfach so wundervoll, einem Paar über die Schulter zu schauen, dass schon seit vielen Jahren zusammen lebt und sich immer noch liebt, wie am ersten Tag. Leider kommt das in unserer heutigen Gesellschaft immer seltener vor. Fast noch schöner ist es zu sehen, wie sie gemeinsam mit Problemen umgehen (Ira ist zum Beispiel durch eine Erkrankung zeugungsunfähig geworden), anstatt vor ihnen davon zu laufen oder  den Anderen in seiner Not allein zu lassen. An dieser Stelle verbeuge ich mich vor diesen Werten.
Die ganze Zeit über merkt man, wie sehr Ira seine Frau liebt, auch nach ihrem Tod. Er meint beispielsweise, sie sei zu jeder Zeit schön gewesen, aber mit 35 Jahren sei sie am Schönsten.
Mir hat es das Herz gebrochen, wie er nach ihrem Tod allein zurecht kommen musste.
Auch, wenn es jetzt komisch klingen mag, muss ich sagen, dass ich manchmal das Gefühl hatte, Ira säße direkt neben mir und erzählt die Geschichte nur mir.
Vielleicht kennt ihr diese Atmosphäre ja von Euren Großeltern. :-)

Auf der anderen Seite stehen Sophia und Luke.
Luke hat sich um eine Ranch zu kümmern und das bringt viel Verantwortung mit sich. Diese Last konnte ich erstaunlicher Weise sehr gut nachempfinden, obwohl ich natürlich keine Ranch habe, aber ich denke, Ihr wisst, wie ich das meine.  Er würde alles tun, um sie zu halten. Wie sich das aber auch auf seine Gesundheit auswirkt möchte ich hier nicht verraten, da mich dieser Punkt der Handlung völlig unvorbereitet getroffen hat.
Mir hat sehr gefallen, wie Luke's Schwierigkeiten auch zu Sophia's Schwierigkeiten werden, obwohl sie sich eigentlich nur um ihr Studium sorgen müsste. In ihrem Leben ist eigentlich nicht sonderlich viel los, wenn sie nicht mit Luke zusammen ist, lernt sie oder steckt mit ihrer Mitbewohnerin und Freundin zusammen.
Daran erkennt man deutlich, dass der Fokus wirklich auf Luke und Sophia als Paar liegt.
Die Chemie zwischen den beiden ist meiner Meinung nach sehr schön dargestellt: sie können gemeinsam schweigen, ihr Humor ist ähnlich...für mich persönlich Dinge, die ich selbst sehr schätze.
Nebenbei sieht Luke auch noch gut aus. ;-)
Und auch, wenn die beiden nicht wirklich Drama in ihrer Beziehung haben, so fühlt es sich doch an, wie der Beginn von etwas Großem.
Der
Schluss war für mich am Schönsten, aber den kann ich hier natürlich nicht verraten. Nur so viel: gefühlt tausend verschiedene Gefühle brachen alle auf einmal aus mir heraus. Ich habe geweint, vor Freude, vor Trauer, vor Überraschung...

Fazit

In diesem Roman schwankt die Spannung zwar nicht sonderlich, aber das ist für die Handlung auch gar nicht wichtig.
Viel mehr geht es um die Beständigkeit der Liebe und die Erinnerung daran, dass nichts schöner ist, als mit Jemandem sein Leben zu verbringen und vielleicht sogar mit ihm alt zu werden.