Dienstag, 18. August 2015

Rezension: Kirschroter Sommer - Carina Bartsch



 

Kirschroter Sommer - Carina Bartsch

Autor:Carina Bartsch

Titel:Kirschroter Sommer

Verlag: Rowohlt Verlag, rororo

Verlag | Lovelybooks |





Inhalt

Elyas Schwarz war Emelys erste Liebe. Sieben Jahre später begegnet sie im wieder. Em weiß, sie beide sind wie Tag und Nacht, aber warum lässt Elyas dann seinen Charme spielen, was will er von ihr? Da passt Emelys E-Mail Bekanntschaft Luca doch viel besser zu ihr, oder?



Bewertung

Hallo ihr Lieben, 

nachdem ich schon so viel Gutes über dieses Buch gehört hatte, musste ich es einfach lesen. Und ich bin froh, dass ich es getan habe.  

Zu Anfang habe ich gedacht, dass es die selbe Geschichte wie immer ist: junge Frau steht auf gut aussehenden Typen, sie können einfach nicht zusammen passen, aber bekommen trotzdem ihr glückliches Ende.
In diesem Roman gibt es aber so viele kleine Details, die ihn für mich zu etwas Besonderem machen.  
Zum einen sind die Charaktere keine Teenager mehr, Emely zum Beispiel ist 23 Jahre alt. Das gefällt mir persönlich sehr gut, denn der Altersunterschied zwischen mir und der Protagonistin ist nicht allzu groß und es ist einfach angenehm eine etwas erwachsenere Perspektive zu haben. Es liegt einfach näher an meiner Denkweise als das Verhalten von 15, 16-Jährigen, die sonst die Hauptfiguren in solchen Romanen sind. 

Dem entsprechend ist Emely auch nicht naiv, sondern weiß, dass sie sich nicht von Elyas um den Finger wickeln lassen darf. 
Elyas sieht gut aus und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Emely auf wenig subtile Art und Weise anzubaggern. Emely ist davon einfach nur genervt, weil sie sieht, wie viel Spaß ihm das bereitet und dabei eintstehen zwischen den Beiden Konversationen, die ich einfach nur geliebt habe. Voller Ironie, Sarkasmus und vor allem Humor.
Und so sehr sich Emely auch gegen Elyas Avancen wehrt, sie muss zugeben, dass er gar nicht so übel ist und sich die beiden eigentlich gut verstehen. 


Die Beziehung zwischen den beiden wirkt einfach so natürlich, dass ich das Gefühl hatte, Teil der Geschichte zu sein. Sie reicht auch völlig aus, um mich zu fesseln. Das muss sie auch, denn ein wirkliches Drama gibt es in dem Roman nicht. 

Interessanter Weise hat Emely aber noch eine "Beziehung" zu einem anderen Mann. Zu Luca, der sie schon oft auf dem Campus gesehen hat, aber ihr lieber Mails schreibt, als sie direkt an zu sprechen, da er schüchtern ist. Sie fühlt sich von ihm verstanden und mit ihm verbunden, doch als er sich mit ihr treffen möchte, wird sie nervös. 

Ich kann leider nicht wirklich auf die Handlung eingehen, weil sie hauptsächlich aus alltäglichen Situationen besteht und wenn ich hier etwas verraten würde, hätte ich das komplette Lesegefühl zerstört.


Fazit

Ein Roman, der sich einfach nur unglaublich ehrlich und real anfühlt. Die zwei Protagonisten sind einfach perfekt.
Also fangt einfach an zu lesen und findet heraus, ob euch dieser Roman auch sprachlos zurück lässt.

Samstag, 23. Mai 2015

Rezension: Kein Ort ohne dich - Nicholas Sparks



 

 

Kein Ort ohne dich-Nicholas Sparks

Autor:Nicholas Sparks

Titel:Kein Ort ohne dich

Originaltitel:The Longest Ride

Verlag: HEYNE

Verlag | Lovelybooks |







Inhalt

Nach einem Autounfall im Wrack eingeschlossen, ist dem 91 Jahre alten Ira deutlich bewusst, dass er schwere Verletzungen erlitten
hat und ihm vielleicht nicht mehr viel Zeit bleibt. Seine bereits verstorbene Ehefrau Ruth, die plötzlich neben ihm im Auto sitzt, hilft ihm,  sich an ihre gemeinsame Vergangenheit zu erinnern.

Die Kunststudentin Sophia und der Bullenreiter Luke kommen sich nach einem zufälligen Treffen immer näher, doch nicht nur die Privatleben der beiden sind schwierig, auch Lukes Beruf wird nach einiger Zeit zu einer Belastung.

Bewertung

Hallo meine Lieben,
nach einigen Einstellungen an meinem Blog denke ich nun, dass ich bereit bin für meine erste Rezension. Also, viel Spaß damit. ;-)

Nachdem mir eine Freundin dieses Buch zum Geburtstag geschenkt hatte, konnte ich es kaum erwarten, es zu lesen. Und ich muss sagen: Ich wurde nicht enttäuscht!
Die Handlung wird aus den Perspektiven von Ira, Sophia und Luke erzählt, woraus sich eine Zweiteilung ergibt.

Auf der einen Seite taucht man in die Geschichte von Ira und Ruth ein und beim Lesen dieser Kapitel durchströmte mich die ganze Zeit ein warmes Gefühl. Es ist einfach so wundervoll, einem Paar über die Schulter zu schauen, dass schon seit vielen Jahren zusammen lebt und sich immer noch liebt, wie am ersten Tag. Leider kommt das in unserer heutigen Gesellschaft immer seltener vor. Fast noch schöner ist es zu sehen, wie sie gemeinsam mit Problemen umgehen (Ira ist zum Beispiel durch eine Erkrankung zeugungsunfähig geworden), anstatt vor ihnen davon zu laufen oder  den Anderen in seiner Not allein zu lassen. An dieser Stelle verbeuge ich mich vor diesen Werten.
Die ganze Zeit über merkt man, wie sehr Ira seine Frau liebt, auch nach ihrem Tod. Er meint beispielsweise, sie sei zu jeder Zeit schön gewesen, aber mit 35 Jahren sei sie am Schönsten.
Mir hat es das Herz gebrochen, wie er nach ihrem Tod allein zurecht kommen musste.
Auch, wenn es jetzt komisch klingen mag, muss ich sagen, dass ich manchmal das Gefühl hatte, Ira säße direkt neben mir und erzählt die Geschichte nur mir.
Vielleicht kennt ihr diese Atmosphäre ja von Euren Großeltern. :-)

Auf der anderen Seite stehen Sophia und Luke.
Luke hat sich um eine Ranch zu kümmern und das bringt viel Verantwortung mit sich. Diese Last konnte ich erstaunlicher Weise sehr gut nachempfinden, obwohl ich natürlich keine Ranch habe, aber ich denke, Ihr wisst, wie ich das meine.  Er würde alles tun, um sie zu halten. Wie sich das aber auch auf seine Gesundheit auswirkt möchte ich hier nicht verraten, da mich dieser Punkt der Handlung völlig unvorbereitet getroffen hat.
Mir hat sehr gefallen, wie Luke's Schwierigkeiten auch zu Sophia's Schwierigkeiten werden, obwohl sie sich eigentlich nur um ihr Studium sorgen müsste. In ihrem Leben ist eigentlich nicht sonderlich viel los, wenn sie nicht mit Luke zusammen ist, lernt sie oder steckt mit ihrer Mitbewohnerin und Freundin zusammen.
Daran erkennt man deutlich, dass der Fokus wirklich auf Luke und Sophia als Paar liegt.
Die Chemie zwischen den beiden ist meiner Meinung nach sehr schön dargestellt: sie können gemeinsam schweigen, ihr Humor ist ähnlich...für mich persönlich Dinge, die ich selbst sehr schätze.
Nebenbei sieht Luke auch noch gut aus. ;-)
Und auch, wenn die beiden nicht wirklich Drama in ihrer Beziehung haben, so fühlt es sich doch an, wie der Beginn von etwas Großem.
Der
Schluss war für mich am Schönsten, aber den kann ich hier natürlich nicht verraten. Nur so viel: gefühlt tausend verschiedene Gefühle brachen alle auf einmal aus mir heraus. Ich habe geweint, vor Freude, vor Trauer, vor Überraschung...

Fazit

In diesem Roman schwankt die Spannung zwar nicht sonderlich, aber das ist für die Handlung auch gar nicht wichtig.
Viel mehr geht es um die Beständigkeit der Liebe und die Erinnerung daran, dass nichts schöner ist, als mit Jemandem sein Leben zu verbringen und vielleicht sogar mit ihm alt zu werden.